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...bei der ÖKOBILANZ des Kachelofens

 

DAS GANZHEITLICHE HEIZSYSTEM KACHELOFEN

Ergebnisse des Forschungsprojektes
an der TECHNISCHEN UNIVERSITÄT WIEN
und der WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT WIEN

 

EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG:
In den letzten Jahren gewann der "Umweltgedanke" immer mehr an Bedeutung für alle Lebensbereiche des Menschen. So wurde die bestmögliche Umweltverträglichkeit zu einer Hauptanforderung an das zeitgemäße Heizgerät. Die Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltbelastung von Wärmeenergie für Heizzwecke, gingen zunächst faktisch ausschließlich in Richtung Senkung der unmittelbar bei der Verbrennung entstehenden Schadstoffe. Die Emissionen der vorgelagerten Prozesse, von der Gewinnung des Brennstoffes bis zum Einsatz im Heizgerät und viele andere ökologisch relevante Aspekte werden praktisch nicht berücksichtigt. Die ökologische Beurteilung muß aber über eine eindimensionale Beurteilung eines wichtigen, aber eben nur "Teil"-Aspektes, hinausgehen. Die Umwelt ist als vernetztes Ökosystem aufzufassen.


Die ständig zunehmende Verfeuerung fossiler Brennstoffe hat verhängnisvolle Folgen für unsere Umwelt. Durch sie gelangt zusätzlicher Kohlenstoff in die Erdatmosphäre, der zuvor über Jahrmillionen gebunden wurde, und nun innerhalb kürzester Zeit wieder abgegeben wird. Damit verändert sich die Zusammensetzung der empfindlichen Erdatmosphäre. Der Planet Erde wird diese Umstellung überdauern. Aber wir Menschen und die meisten anderen heutigen Lebewesen
nicht.

 

ZIELSETZUNG DER ARBEIT:
Das Ziel der Arbeit war es, den Kachelofen einer möglichst umfassenden ökologischen Betrachtung zu unterziehen. Von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Kachelofen, und von der Brennstofferschließung bis zu den Verbrennungsemissionen, wurde ökologische Aspekte untersucht, und mit anderen Heizsystemen und Brennstoffen verglichen. Miteinbezogen wurden auch medizinische Aspekte, da die Art und Weise der Wärmeabgabe eines Heizgerätes wesentlich Einfluß auf das Raumklima und damit auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat. Mit der Analyse ökonomischer Aspekte soll schließlich die Bedeutung des Heizgerätes Kachelofen und seines Brennstoffes Holz für die heimische Wirtschaft aufgezeigt werden.


 

GEGENÜBERSTELLUNG DER ERGEBNISSE

Bereitstellung:

Erdgas

Heizöl

Stückholz

[kg/TJ]

[%]

[kg/TJ]

[%]

[kg/TJ]

[%]

SO2

0,33

52,3

19,46

20,6

0,82

7,6

NOX

19,75

33,1

40,22

50,3

11,97

13,8

Staub

0,07

44,2

1,35

58,0

0,71

1,7

CO2

4392

6,0

7589

7,4

645,4

100

Verluste [%]

3,18

0,77

0,00

Nutzungsgrad [%]

88,87

87,23

99,12

Verbrauch:

Erdgas

Heizöl

Stückholz

[kg/TJ]

[%]

[kg/TJ]

[%]

[kg/TJ]

[%]

SO2

0,30

47,7

75,0

79,4

10,0

92,4

NOX

40,0

66,9

40,0

49,7

75,0

86,2

Staub

0,10

55,8

1,0

42,0

40,0

98,3

CO2

69000

94,0

95000

92,6

0,00

0,00

Wirkungsgrad [%]

87,0

87,0

80,0

SUMME:

Erdgas

Heizöl

Stückholz

[kg/TJ Endenergie]

[kg/TJ Endenergie]

[kg/TJ Endenergie]

SO2

0,63

94,46

10,82

NOX

59,75

80,22

86,97

Staub

0,17

2,35

40,71

CO2

73392

102589

645,4

Verluste [%]

3,18

0,77

0,00

Ges.-Nutzungsgrad [%]

77,3

75,9

79,3

 

 
Prozeßkette der 
Erdgasbereitstellung
Prozeßkette der
Heizölbereitstellung
Prozeßkette der
Stückholzbereitstellung
ERSCHLIEßUNG
von Erdgasfeldern
ERSCHLIEßUNG
von Erdölfeldern
AUFFORSTUNG
ò
ò
ò
FÖRDERUNG
von Erdgas
FÖRDERUNG
von Erdöl
PFLEGE
OPEC
GUS
Nordsee
Inland
ò
ò
ò
TRNSPORT
Inland GUS-Ö BRD-Ö
TRANSPORT
Hochsee Pipeline
SCHLÄGERUNG
Zerkleinerung
ò
ò
ò
AUFBEREITUNG
RAFFINERIE
VERTEILUNG
ò
ò
VERTEILUNG
VERTEILUNG

 

 

LEBENSZYKLUSANALYSE DES 
KACHELOFENS

ROHSTOFFGEWINNUNG
Tone, Gips, Kaolin, Kreide, Sand,
Glasurrohstoffe (Chrom, Kobalt, Cadmium, 
Selen, Blei)

ò

TRANSPORT
Bahn, LKW

ò

HERSTELLUNG von
Ofenkacheln, Schamottesteinen, 
Hafnermörtel, Zubehör

ò

TRANSPORT
PKW, LKW

ò

OFENSETZEN DURCH
DEN HAFNER

ò

LEBENSDAUER

ò

ABBRUCH

ò

ENTSORGUNG

Der Kachelofen Ist Ein Produkt Aus 
"Umweltfreundlichen Rohstoffen":

 

Material aus regenerierbaren 
Rohstoffen:

Die Vorkommen vieler Rohstoffe sind beschränkt,doch Ton ist ein regenerierbares Material,und sollte daher den nichtregenerierbaren Materialien vorgezogen werden.

 


Geringerer Energieeinsatz in
allen "Produktlebensphasen":

Aufwendige chemische Reaktionen und Umwandlungsprozesse, wie zum Beispiel für die Herstellung von Kunststoffen und Metallen, welche für den Kachelofen nicht benötigt werden, sind an der Gesamtschadstofffreisetzung sehr maßgebend beteiligt.

Auszüge aus der Ergebnisbroschüre. Quelle: Kachelofenverband